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Die Welt 10/87

    "...im Hansa-Theater...debütierten...die in Hamburg ansässigen musikalischen Entertainer.., die mit hochstilisierter Caféhausmusik, will sagen mit höchst virtuosem Können ihre Instrumente…beherrschen und rund 20 Minuten lang im Nonstop-Verfahren internationalen Sound präsentieren..."

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Hamburger Abendblatt 10/87   

       "...Es ist schon vielsagend, wenn das Musiktrio "London-Paris-NewYork", das ohne jeden Firlefanz Beatles-Klassiker aber auch "Rock around the clock" mit Gitarre, Geige und einfachstem Schlagwerk zu neuem Leben erweckt, den meisten Beifall einheimst ..."

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Hamburger Abendblatt 11.5.87

       "...begeistertes Pfeifen und Tanz bei den wilden Klängen der Teufelsgeigerin Susette von der  Gruppierung "London-Paris-NewYork"..."

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LZ 10/87

       "Eine ausgesprochene Überraschung ist das...hoch begabte Musiker-Trio...  Von den drei...Individualisten...wird ganz sicher noch zu hören sein. Ihre Musikalität - bescheiden als "Kaffeehausmusik" betitelt - ist hoch anzusiedeln, ihre technische Fertigkeit ist atemberaubend. Sie engagieren sich mit ihrer ganzen unkonventionellen Persönlichkeit."

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Hamburger Abendblatt 3.19.87

    "...Viel Applaus bekam das Hamburger Trio "London-Paris-NewYork". Die erste Geige ...spielt  die Teufelsgeigerin Susanne Schulz. Mit Evergreens,... mit viel Witz und unterhaltenden Showeinlagen ... gelingt es den drei Hamburgern, das Publikum zu Bravo-Rufen hinzureißen..."


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Stuttgarter Nachrichten 8/88

    "...Die allererste Sahne kommt vor der Pause mit Kammermusik und am Schluss mit Rock:  das Geige-Gitarre-Schlagwerk-Trio London - Paris - NewYork heißt nur so - und kommt aus Hamburg..."


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Tokio News 1.9.87   Tokio News
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SVZ 28.3.90

    Die Gruppe "London Paris NewYork" aus Hamburg begeisterte die Besucher in der Halle am Fernsehturm. Die drei Vollblutmusikanten, so ihr Manager Holger Freudenreich, waren einst Straßenmusikanten und wurden direkt von der Straße für Radio und Fernsehen engagiert. Am Montag spielten sie nun zum ersten Mal in der DDR  und Schwerin gefällt ihnen sehr gut.


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Hamburger Abendblatt 13.10.90

    "...führt den Violinbogen mit der konzentrierten Leichtigkeit einer Virtuosin und gleichzeitig mit dem Schalk eines Harlekins... Mit Witz und Temperament gelingt es den drei Musikern, ungarische Pusztaklänge, Salonmusik, Sambarhythmen und Rock'n Roll neu darzubieten..."


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Herforder Kreisblatt 3/95

    "...bot Caféhausmusik der besonderen Art... Mit ihrem einfühlsamen aber doch kraftvollen Spiel ließ sie so manchen in Träume verfallen.."


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Kieler Nachrichten 4.3.96

    "...wie man herrlichen Quatsch macht und gleichzeitig brillante Musik bietet - darauf versteht sich die Band London-Paris-NewYork bestens... Eine fundierte Ausbildung gehört denn auch dazu, wenn man sich so locker und leichthändig durch die Welt der alten und neuen Schlager bewegen will. Dazu kommen bei der Hamburger Band Erfahrungen als Straßenmusiker, eine gehörige Portion Selbstironie und viel Spaß an der Sache..."


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LN 17.6.97

    "... "London-Paris-NewYork" mit der ganz hervorragenden Susanne Schulz (Violine) sowie Jho Kaufmann (Akkordeon/Piano) und Matthias Gerhardt (Gitarre und Sousaphon) - Zigeuner -und 20er Jahre- Musik einer mitreißenden Qualität..."


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Westfalen Blatt 11.1.99 ...

    … "Moliendo Café " heißt die CD, mit der sich die gebürtige Vlothoerin Susanne Schulz...und ihr Lebensgefährte Jho Kaufmann...als hervorragendes Musiker-Duo präsentieren. Den Titel lieferte der gleichnamige alte Bossa-Nova-Hit José Manzo Perronis. "Der herrliche Titel inspiriert die beiden Musiker, sich mit vier Händen auf dem Klavier fast wie eine Salsaband zu  fühlen", schreibt Peter Ausländer von "Musik-Szene-Spiel" und Musikdozent am Jugendhof ...Nebeneigenen Kompositionen... haben sie für ihre Improvisationen und Medleys Stücke und Werke von Paul Desmond, Charlie Parler, Harry Warren/Mack Gordon, Dave Brubeck, Lionel Hampton/Bennie Goodman, Stevie Wonder und Wolfgang Amadeus Mozart: Papagenos Weisen werden hier von Geige und Akkordeon "gesungen" und (zeitweise) von Vogelstimmen begleitet. "Mozart"..."hätte seine Freude daran". Abgesehen von der absolut reizvollen Instrumenten-Kombination aus Geige, Klavier, Akkordeon garantiert "Moliendo Café" durch die temperamentvoll-witzigen und einfallsreichen Vorträge köstlichen Hörgenuß..


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Westfalen Blatt 17.3.99

    "... Susanne Schulz an der Geige und ihr Partner Jho Kaufmann an Klavier und Akkordeon setzten ihre 13 Jahre Auftrittserfahrung und ihr großes solistische Können brilliant ein und boten ein buntes Programm mit Stücken aller Stilrichtungen. Von Mozart über Swing bis Stevie Wonder war für jeden der ...Zuschauer etwas dabei, was der reichlich gespendete Applaus bewies."

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Leer/Ostfriesen-Zeitung 22.7.99

    "... Ob Swing oder Walzer: Im Mittelpunkt stand bei "London-Paris-NewYork" immer Geigerin Susanne Schulz. Atemberaubend schnelle Soli im Swingstil wechselten sich bei ihr mit gefühlvollen Passagen im Walzertakt ab. Und daß sie obendrein gut bei Stimme ist, bewies sie bei einer Gesangseinlage auf Italienisch. Kleine Späßchen und das Gespräch mit dem Publikum gehören ebenso zum Repertoire des...Trios wie die Musik... Ob nun musikalisches oder komödiantisches Talent, der Beifall der Besucher war den Hamburger Musikern gewiß..."


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Essay von Raissa Ipatova,
Lipovka/Smolensk (RUSSLAND) 16.8.99 (→→→ Übersetzung →)

    "...Сюзанне и Джо
- с благодарностью и любовью - Аккордеон вдруг стал органом в руках оахима. Душа плыла вослед созбучьам странным, волшебным звукам. Не спеша вступала скрипка, и Сюзанна нас уводила за собой. Показывался  из тумана край неба ярко-голубой. Дуэт, ансамбль, единенье, любовь и нежнесть, светь и высь. Остановись, прошу, мгновенье, мгновенье, остановись! Диповка, 16 августа 1999 года Раисса Ипатова (Смоленск)

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Neue Westfälische 11.9.01

    Jazz, alte Weisen, Rockmusik. London-Paris-NewYork" im Jugendzentrum Vlotho (BoDo). Ein russisches Geburtstagsständchen für alle, die "vergangenes Jahr Geburtstag hatten", gesungen von Susanne Schulz, und das aus den USA stammende Versprechen der Musikerin - mit Blick auf Mitmusiker und Lebenspartner Jho Kaufmann - sich "No other J(h)o" zuzuwenden, waren nur zwei der viel beklatschten Höhepunkte einer musikalischen Reise um die Welt... Die Namen der drei Städte beschreiben viel zu eng das musikalische Spektrum dieser Combo ... Susanne Schulz und Jho Kaufmann flogen als Duo mit Klavier, Akkordeon, Violine und Stimmegleichsam auf dem Zauberteppich um den Erdball und faszinierten die Gäste im Jugendzentrum mit einer Vielfalt an Melodien und einem musikalischen Einfallsreichtum, der auf der kleinen Bühne eine Reise um die Welt erlebbar machte. Ob es Duke Ellington-Jazz oder Zigeunerweisen waren, Rockmusik auf den akustischen Instrumenten dennoch laut, oder Folklore filigran vorgetragen wurde, Susanne Schulz und Jho Kaufmann verströmten soviel Freude an der Musik und präsentierten ihren melodienreichen Bilderbogen derart virtuos...Diese Musik zwang die Zuhörer - gleichgültig ob Kinder oder Erwachsene - so unverkrampft in ihren Bann, dass es schien, als sei die Zeit stehengeblieben.


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Fördekurier 10.10.01

           ... Internationalität war Trumpf des Berliner Trios, welches mit viel Spaß bei der Sache war. Schönberg (rr)... Schon in Jokohama, Miami und Sevilla haben sie ihre musikalische Visitenkarte abgegeben...luden die etwa 100 Gäste im Schönberger Rathaussaal ein, bei ihrem musikalischen Streifzug durch die Welt dabei zu sein. Mit viel Charme brachten die drei Vollblutmusiker ihren Gipsy-Swing, lässige Folklore und die Ohrwürmer aus der Welt des Jam und Pop...


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Rheinpfalz Kultur Regional 21.3.01

    Südamerikanische Stimmung in Ton und Farbe Duo "Moliendo Café" in der Reihe "Junges Podium in Altrip" ... Klassiker des Gipsy-Swing von Titi Winterstein und Django Reinhardt wurden von Susanne Schulz auf der Geige mit Verve und Gefühl musiziert, Jho Kaufmann zeigte sich flinken Fingern als souveräner Partner und vorzüglicher Jazzpianist. Der Schwung ging den Zuhörern in die Beine, ebenso wie die gefühlvollen Stücke wie ein ungarischer Czardas oder das italienische Lied "Come Prima" das Gemüt anzusprechen vermochten. Köstlich das von Susanne Schulz gesungene russische Lied vom kleinen Krokodil und Kurt Tucholskys Glosse über die Hausmusik. Nach der Pause ging es zunächst nach Nordamerika mit Jazzstandards, u.a. einem rhythmisch vertrackten,  Ragtime und Walzertakt verbindenden Stück von Paul Desmond. Das wurde ebenso packend gemeistert wie die südamerikanischen ango-Nuevo- und Salsa-Rhythmen. Jho Kaufmann präsentierte sich noch auf einem weiteren Soloinstrument, nämlich auf der Schreibmaschine, in Leroy Andersons berühmten "Type Writer". Zum Schluß ging es nochmal zurück nach Europa,  wo Susanne Schulz im Virtuosenstück "Die Lerche" ihre Flageolettkünste auf der Geige beweisen konnte, bevor sie als Zugabe bei "Moon River" zur Bratsche griff...


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VWB 18.12.03

        ...So etwas gibt es eigentlich gar nicht mehr: Kaffeehausmusik in einem wirklichen Café. Genau das aber erlebten... die Besucher des Markt-Cafés... beeindruckte das Duo mit Grüßen aus Berlin", typischen Stücken, die die Kaffeehaus-Atmosphäre der zwanziger Jahre heraufbeschworen. Dann gab es noch Swing, Gipsy und Salsa - und den Eindruck, daß das Repertoire der beiden Vollblutmusiker schier unerschöpflich ist. Dabei hauchen sie jedem Stück ein ganz besonderes Leben ein, Schulz und Kaufmann sind hervorragende Arrangeure... (plö)


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VA 18.4.05

..."Moliendo Café" überzeugt erneut mit unerschöpflichem Repertoire (E.Prüßner)... Mit schwungvollen Rhythmen, temporeichen Stücken... Die große Vielfalt...nicht nur... ihr Repertoire - auch instrumental... Gesang...Violine.. Akkordeon...Klavier...auch vierhändig ..."Moliendo Café" verzauberte ... mit weltbekannten Stücken, etwa Jazzstandards..."Someday my prince will come"... heizte mit temperamentvollen lateinamerikanischen Tänzen ein, spielte die ... sehnsuchtvollen Stücke der osteuropäischen Musik mit ganz besonderer Liebe ... auch eigene Kompositionen. Blickt man auf die jahrelange Bühnenerfahrung zurück, erklärt sich das blinde Verständnis der Musiker untereinander, die perfekt miteinander harmonierten... nicht nur untereinander stimmte die Chemie: "Moliendo Café" hatte keine Mühe, das Publikum sofort auf ihre Seite zu ziehen. Mit Anekdoten erheiterten sie ihre Zuhörer und brauchten nicht lange, um sie zum Mitsingen zu bewegen. ... bestach vor allem durch sein abwechslungsreiches Programm...auch sprachübergreifend... Susanne Schulz machte bei russischsprachigen Liedern eine genauso gute Figur wie bei deutsch- oder englischsprachigen. Auch bei melodischen Balladen überzeugten die Musiker und interpretierten jedes Lied mit viel Leidenschaft. ...Schulz musizierte schon oft in Vlotho ... Als waschechte Vlothoerin kommt die in Berlin lebende Susanne Schulz gerne in das "kleine,schöne Nest", wie sie es nennt, zurück...

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VA 20.10.07
"Mit den Gästen entwickeln sich die Ideen"

Vlotho(BoDo). Beim Kulturfrühstück am Sonntag gastiert Susanne Schulz zusammen mit ihrem Partner Jho Kaufmann in der Kulturfabrik. Die Musikerin lebt in Berlin, stammt aus der Weserstadt und kommt im Zuge ihrer Tourneen immer wieder hierher zurück.

Im Gespräch mit dem VA berichtet Susanne Schulz über ihre Arbeit, ihre Liebe zur Musik und ihre Verbundenheit mit Vlotho.
VA: Welche Musik erwartet die Gäste des Kulturfrühstücks Sonntag?
Susanne Schulz:

Voraussichtlich Gipsy, Balkan und russische Musik, weiterhin sind Ausflüge in die Welt des Jazz und in verschiedene lateinamerikanische Stilrichtungen geplant, so z.B. Samba/Bossa Nova und kubanisch-karibische Anklänge. Was wir genau spielen, entscheidet sich vielleicht erst im Konzert selbst, da sich in der Atmosphäre mit den Gästen oft Ideen entwickeln, die zur Situation passen.

VA: Sie leben als Berufsmusikerin in Berlin. Warum gerade in dieser Metropole?
Susanne Schulz:

Berlin ist einfach eine durch und durch künstlerisch anregende Stadt, die trotz aller ihrer großen sozialen Probleme eine angenehme Leichtigkeit und Spritzigkeit hat. Der Kontakt unter Musikerinnen und Musikern, Künstlern und Publikum ist oft lebhaft und lustig, die Berliner Luft lässt Kreativität wachsen, Verrücktes und Ungewöhnliches wird gern gehört und gesehen...

VA: Sie kommen aus einer hochmusikalischen Familie, die in Vlotho bekannt ist. Welche besondere Ausbildung haben sie absolviert?
Susanne Schulz:

Das Aufwachsen in meiner Familie war ein großes Geschenk. Ich konnte von Kindheit an das fröhliche und unbeschwerte Miteinnder-Musizieren erleben und mitmachen. Ich wurde dann Lehrerin in anderen Fächern als Musik - eine gewisse Skepsis ließ mich erstmal diesen Weg (ohne Festanstellung) gehen. Ich wollte mich ungern in einen allzu ernsten und möglicherweise konkurrenzbeladenen Stress an einer Musikhochschule begeben, um keine Abstriche von meinem Lieblingsgebiet, der Musik, machen zu müssen. Auf diese Art konnte ich meinen sehr eigenen (Um-)Weg zur und mit Musik gehen. Ich sammelte Erfahrungen auf hauptsächlich autodidaktischem Weg und in vielen Konzerten und Touren meiner Bands, konnte so in Zusammenarbeit mit hervorragenden Mitmusikerinnen und Musikern Stile aus einer Vielfalt von Kulturen kennen lernen, sie hören, studieren, selber spielen und schließlich auch selber schreiben – sehr inspirierend! So kommt mir natürlich das, was von meinem eigentlichen Studium übrig blieb, vor allem das Russische, immer wieder zugute – sei es in der Kommunikation im Ausland, sei es in der Musik selbst. Der Umweg war von daher nicht umsonst!

VA: Sie treten immer wieder auch mit verschiedenen Formationen in Vlotho auf. Was zieht sie in Vlotho auf die Bühne?
Susanne Schulz:

Ich mag Vlotho, mag die Menschen, die ich in ihrer Art, die ja auch noch weitgehend meine ist, ganz gut verstehe. Natürlich ist es schön, im Publikum auch bekannte Gesichter zu sehen.

VA: Wie schätzen sie bei ihrer Erfahrung die kulturellen Angebote der Kleinstadt Vlotho ein?
Susanne Schulz:

Ich bin immer wieder erstaunt und begeistert, welch breit gefächertes Programm und hohes Niveau kultureller Veranstaltungen Vlotho bietet, soweit ich es verfolgen kann. Und nicht nur in Kulturfabrik, Schulen, Jugendhof, Kirchen gibt es hochkarätige Kulturereignisse, sondern auch in weniger offiziellen und kleinen Kreisen scheint sich eine Menge zu tun, Lesungen, Diskussionskreise, Kammermusik, Bands – diese Aktivitäten sind natürlich sehr zu begrüßen.

VA: Welche Musik hört Susanne Schulz privat besonders gern?
Susanne Schulz:

Sehr unterschiedlich. Privates vermischt sich sehr stark mit meinen beruflichen Interessen. So höre ich viel Tango, wenn ich mich mit Tango befasse, ebenso ist's mit Neuer Musik u.a. Generell besuche ich sehr gern die Kolleginnen und Kollegen in ihren Konzerten, und beglückend ist ein klassisches Konzert der Berliner Philharmoniker. Oder Salsa Tanzen mit Liveband. Und nach wie vor höre ich gern einen Blues von damals, oder ich spiel ihn heut selber.

VA:

Würden Sie als ausgebildete Lehrerin für Geschichte, Sport und Russisch auch heute wieder darauf verzichten zu unterrichten und sich wieder für die Musik entscheiden, wenn sie noch einmal vor der Wahl stünden?

Susanne Schulz:

Ja, ich würde mehr als früher drauf verzichten – damals war der Verzicht zunächst unfreiwillig, dann aus vollem Herzen. Inzwischen beneide ich die Lehrerinnen und Lehrer nicht im Geringsten. Sie übernehmen derart stark Verantwortung für Prozesse in unserer Gesellschaft, dass ich nur den Hut ziehen kann. Ich würde mir wünschen, dass diese Verantwortung mehr von anderen Schultern mitgetragen würde (zugunsten anderer Themen). Übrigens bin ich seit einiger Zeit mit Unterrichten befasst, und zwar in Form von Musik-Workshops für Gruppierungen auf unterschiedlichen Gebieten. Das macht mir großen Spaß.

Das Gespräch mit Susanne Schulz führte Bodo Kohlmeyer.

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VA 27.10.07
Viel Gefühl und etwas Wehmut
Von Bodo Kohlmeyer

Vlotho(BoDo). Etwas übermüdet von der nächtlichen Autofahrt verwöhnten Susanne Schulz und Jho Kaufmann die Gäste der Kulturfabrik erst einmal mit viel Gefühl und etwas Wehmut mit Musik aus Osteuropa und leichtem Swing von Django Reinhardt.

"Unser Programm steht nur im Groben fest. Es geht um unsere Stimmungen und die des Publikums und beides ändert sich im Verlauf des Auftritts", erklärt Susanne Schulz den Verlauf des Konzerts. Als die Brötchen beim Kulturfrühstück verspeist und die Zuhörerinnen und Zuhörer mit Kaffee, Tee und Sekt eingestimmt waren, ging es auch bei dem Duo hinter den Mikrofonen auf der Violine und an den Tasten richtig zur Sache. Hatte die Geschichte vom kleinen Krokodil Gena, das sich am Straßenrand stehend, mit dem Akkordeon selbst ein Geburtstagsständchen bringt und von Susanne Schulz in Russisch und Deutsch gesungen wurde, schon die Stimmung gehoben, legten die aus Vlotho stammende Violine und Klavier spielende Sängerin und der Darmstädter Pianist und Akkordeonvirtuose richtig los.
In Hochform - trotz einer Handverletztung - zeigte Jho Kaufmann sein improvisatorisches Können. Die 53jährige Susanne Schulz und der 56jährige Jho Kaufmann spielten locker auf, improvisierten frei und inspirativ und das Publikum zeigte sich davon besonders angetan.
Brasilianischer Bossa Nova, karibische Cumbia, kubanische Salsa und Jazz mit viel Freiraum für Improvisation - so wurden "Lullaby of Birdland" und "Take five" neu gedeutet – schufen Stimmung. Bei der Cumbia trat Jho Kaufmann als Akkordeon-Solist, jetzt von seiner Partnerin am Klavier begleitet, noch einmal in den Vordergrund. Beiden machte diese Sache offensichtlich viel Spaß und die anstrengende Anreise schien vergessen. Am Tag vor dem Auftritt beim Kulturfrühstück waren Susanne Schulz und Jho Kaufmann im Köln auf der Bühne. Dort hatten sie bei der Feier zum dreijährigen Bestehen des "Café Journal" in der Südstadt gespielt.
Voraussichtlich am 9. Dezember werden Susanne Schulz und Jho Kaufmann wieder in Vlotho zu hören sein. In Zusammenarbeit mit dem im Jugendhof tätigen Musikpädagogen Peter Ausländer wird ein Programm aufgestellt, in dem es vor allem um die romantische Kammermusik geht, die von dem Bremer Adolf Kissling (dem Vater der Mutter von Susanne Schulz) geschrieben wurde. Dabei sollen Lieder, gesungen von Anke Lisken und auf dem Klavier begleitet von Professor Gerd Lisken aus Bielefeld zu Gehör gebracht werden. Susanne Schulz wird dem klassischen Programm eine Sonate für Violine und Klavier (gespielt von Miyuki Motoi) hinzufügen und sicher mit Jho Kaufmann am Akkordeon und der japanischen Pianistin auch wieder Jazz und Tango spielen.



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VA 13.11.10
Ein Musik-Phänomen
Von Bodo Kohlmeyer

Susanne Schulz mit Jho Kaufmann in Vlotho
Vlotho (BoDo).Susanne Schulz aus Vlotho ist ein musikalisches Phänomen und eine phänomenale Musikerin. Aufgewachsen in einer Familie, in der alle mehrere Instrumente spielten, wollte sie nach dem Abitur am Weser-Gymnasium erst Lehrerin werden.
In Marburg und Hamburg absolvierte sie die Ausbildung zur Gymnasiallehrerin für die Fächer Geschichte, Russisch und Sport und schlug dann in Hamburg doch den Weg zur Berufsmusikerin ein. Inzwischen lebt sie in Berlin, organisiert von da aus mehrere Bands, spielt klassische Musik, Tango, Salsa und Gipsymusik. Sie kommt immer wieder für Konzerte in die heimischen Gefilde,
Am heutigen Sonntag spielt sie ab 21 Uhr im Ratscafé am Niederwall 21 in Bielefeld mit "Friedel & Friends". Dazu gehören neben ihrem langjährigen Partner Jho Kaufmann an den Keyboards auch ihr Bruder Willem Schulz am Cello sowie der auch in Vlotho bekannte Bluesgitarrist Richie Arndt.
Musik aus aller Welt zum Träumen und Schmunzeln bieten Susanne Schulz und Jho Kaufmann als Duo "London Paris NewYork" den Gästen des Kulturfrühstück am morgigen Sonntag ab 11 Uhr in der Kulturfabrik. Da gibt es Bekanntes und Unbekanntes aus europäischer Nachbarschaft, aus der Gipsy-Kultur, aus Lateinamerika, Brasilien, der Karibik, dazu auch Jazz und Blues. Ihr Partner an den diversen Tasteninstrumenten ist Jho Kaufmann. Er hat in Darmstadt Musik studiert, war erster Fagottist bei den Hamburger Symphonikern, Ballet-korrepetitor an der Frankfurter Oper und spielte dort Piano. Zehn Jahre lang war er als Arrangeur für Salsa und Jazz in Amsterdam ein gefragter und in vielen Stilen versierter Klaviervirtuose, unternahm Tourneen in Europa und Asien und spielte mit Rosa King und Slide Hampton. Er gehörte zu den Gründern des "Blütenzauber-Orchesters", für das er alle Arrangements schrieb. Auch komponiert er für die "Sechs Philharmonischen Kontrabassisten" und für das mit Susanne Schulz zusammen geführte Trio "Cantango Nuevo" in Berlin.

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VA 18.11.10
Sinti- und Romamusik beim Kulturfrühstück
Von Bodo Kohlmeyer

Vlotho(BoDo). Mit flotter Musik aus verschiedenen Ländern zum Frühstück im Jugendzentrum brachten Susanne Schulz und Jho Kaufmann als Duo “London – Paris - New York“ gute Laune in die Kulturfabrik.
Es begann mit dem Klassiker „Sweet Georgia Brown“ und dann gab es eine bunte Palette fröhlicher und besinnlicher Musik, vorgetragen von wahren Könnern ihres Faches. Dabei war Jho Kaufmann nicht nur wie immer souverän am Klavier, sondern begeisterte auch als Akkordeonspieler vor allem bei den Stücken aus Lateinamerika und der Karibik. Susanne Schulz spielte Violine, sang und setzte auch am Klavier ihre Zeichen. Neben Musik der Sinti und Roma wurde von dem Duo Folklore vom Balkan, traditioneller und moderner Jazz, etwas Blues und Tango gespielt. Eine besondere Freude hatten die aus Vlotho stammende Susanne Schulz und ihr langjähriger Partner Jho Kaufmann an für ihre Instrumente arrangierten und virtuos gespielten Stücken des legendären französischen Gitarristen Django Reinhardt und des vor zwei Jahren im Alter von nur 51 Jahren verstorbenen Sinti-Geigers Titi Winterstein, dem wichtigsten Vertreter des deutschen Sinti-Swings. Das ungarische Liebeslied Czeredlek, das zur Musik für ein Hörspiel gehört, hatte Susanne Schulz für ihren Jho komponiert und um anderen im kleinen Saal im Erdgeschoss der Kulturfabrik gezielt eine Freude zum machen, spielten Susanne Schulz und Jho Kaufmann vierhändig am Klavier zwei Jazz-Blues Adaptionen des amerikanischen Pianisten Herbie Hancock.


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2012

Mit freundlicher Genehmigung
des Autors Bodo Kohlmeier und Vlothoer Anzeiger



Mit freundlicher Genehmigung
Quelle-Artikel: WESTFALEN-BLATT


Wernigeröder Zeitung  4.Oktober 2012

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin




Foto: Kohlmeyer
Susanne Schulz spielt und singt
Foto: Kohlmeyer
Ansteckende Fröhlichkeit und Musikalität zeichnet die Musikerin Susanne Schulz aus, wenn sie auf der Bühne steht.
Foto: Kohlmeyer
Jho Kaufmann als Krokodil mit Quetsche
Foto: Kohlmeyer
Jho Kaufmann verkörperte die Stimmung des kleinen Krokodils einfühlsam bevor er als Solist richtig in die Tasten griff.


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